Ein literarischer Abend in Hamburg…

Dieses Video ist bereits Anfang des Jahres, also vor ein paar Monaten, entstanden. Die Videoproduktion war nicht direkt in dieser Form geplant, sondern entstand relativ spontan. Ein Kommilitone hatte mich gefragt, ob ich ihm Technologie zur Verfügung stellen könne, die es ermöglicht, während einer Lesung geschriebenes an die Wand zu projezieren.

Ursprünglich hatten wir dabei ein iPad im Sinn. Die Oberfläche eines iPads 1:1 an einen Beamer zu übertragen ist allerdings kein ganz leichtes Unterfangen. Der iPad auf VGA Adapter erlaubt grundsätzlich keine 1:1 Übertragung des Bildschirmes und der iPad auf HDMI Adapter erfordert vom Zweitgerät wohl auch spezifische Auflösungsmodi (und einen HDMI-Eingang!)… Jedenfalls wollte das nicht spontan funktionieren.

Daher behalfen wir uns mit einem gebrauchten Windows-Laptop. Den Tipp zu diesen Geräten hatte ich von Professor Jörn Lovisach. Dieses Laptop mit der mitgelieferten Windows-Journal Software haben wir dann mit einem Beamer verbunden und fertig war die Bühnentechnik.

Bei der Aufnahme war die einzige Besonderheit die Verwendung eines Raummikrofons (ein Zoom Audiorekorder H2N). Da ich die Videoaufnahme aus dem hinteren Teil des Raumes gemacht habe, wären die Vortragenden kaum zu verstehen gewesen, bzw. wären die Störgeräusche einfach zu störend… Mit dem Zusammenführen der Videospur mit der Audiospur vom Audiorekorder in Adobe Premiere, entstand ein tolles Gesamtpaket.

Sollte sich erneut eine Aufnahme dieser Art ergeben, würde ich vielleicht noch etwas an der Beleuchtung arbeiten, bzw. eine Kamera mit höherer Lichtempfindlichkeit organisieren und zum zweiten ein Stativ für die Kamera mitbringen. Aber insgesamt handelte es sich dabei um ein tolles Projekt, das für eine Amateuraufnahme extrem gelungen ist.

Hypermedialisiertes Video: “Studieren und Lernen mit dem iPad”

In diesem Blogbeitrag möchte ich einige Hintergrundinformationen geben, wie ich dieses Video technisch erstellt habe.

Update 11. Januar: Ich habe gerade von der Anwendung “Reflectorapp” erfahren, mit der man die iPad Oberfläche auf den PC/Mac übetragen kann, ohne die Notwendigkeit zusätzliche Hardware zu verwenen! Das scheint eine funktionierende und kostengünstigere Alternative zu sein. Die Anwendung ermöglicht wohl auch mehrere iPads gleichzeitig auf einen PC-Desktop zu übertragen (siehe dieses Video).

Die Besonderheit liegt dabei insbesondere in der Verwendung von anklickbaren Kapitelmarken innerhalb des Videos sowie in der Tatsache, dass ein iPad-Screen abgefilmt ist.

Das Video ist in verschiedenen Schritten entstanden.

Zunächst habe ich die reine Bildschirmaufnahme erstellt. Dazu habe ich ein iPad 2 mit einem original “Digital AV Adapter” von Apple mit einem HDMI-Kabel an eine interne AVerMedia AverTV CaptureHD Karte, die in meinem Computer verbaut ist angeschlossen (dieses Modell).

In der bei der AVerMedia Karte mitgelieferten Software (AVerMedia Center 3D) ist dann allerdings lediglich die Anzeige des iPad-Bildschirminhaltes möglich. Für die Aufzeichnung des Screencasts habe ich die Software Fraps verwendet.

Der Bereich rechts im Video mit den Kapitelmarken und den Autoreninformationen ergab sich von der Größe automatisch (iPad-Screen + Kapitelmarken = 720p). In Adobe Photoshop habe ich entsprechend der Kapitel 7 Grafiken erstellt, die sich lediglich anhand der Postition eines Kapitelpfeiles unterscheiden.

Die mündlichen Erklärungen habe ich über ein Behringer X1204-Mischpult mit t.bone SC 400 Mikrofon (+Popfilter) über die Software Audacity aufgezeichnet.

In Adobe Premiere habe ich dann den Screencast, die Audiodateien und die Kapitelgrafiken zusammengefügt.

Das fertige Video habe ich zunächst ungelistet auf Youtube hochgeladen um ausreichend Zeit zu haben die einzelnen Kapitellinks hinzuzufügen, bevor das Video aufgerufen wird. Die Links sind dabei lediglich verlinkte “Anmerkungen”, wobei der Link immer auf das Video selbst zeigt und lediglich die Startzeit dann entsprechend unterschiedlich ist.

Die Idee das Video auf diese Art und Weise zu produzieren ging auf ein Seminar zurück, welches ich an der Universität Hamburg besucht habe (Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten) und wurde mit inspiriert durch das Video “Ink Wars” von Julian Fietkau.

Zum Stand der Blogosphäre…

Das Internet verändert sich und wie das mit Veränderungen so ist: manche gehen unbemerkt vonstatten und werden mir erst vollständig bewusst, wenn die Auswirkungen abgeschlossen sind und der vorherige Zustand spürbar nicht mehr vorhanden ist…

Für mich verhält es sich so mit der Blogosphäre. An anderer Stelle habe ich dieses Gefühl bereits vor einiger Zeit versucht zu artikulieren: “Blogs sind tot.” (im SocioEconomics Blog).

Besser ist dies im Spreeblick Blog ausgedrückt worden (zum Artikel: “2013: Das Web zurückerobern”).

Die Auswirkungen sind schon enorm, denn anstatt den NutzerInnen Kompetenzen abzuverlangen, nämlich die Kompetenz, die technischen Anforderungen zu erlernen/meistern, die notwendig sind um mitspielen zu können – in früheren Zeiten noch häufiger mit den Worten “RTFM!” (“Read the Fucking Manual”) ausgedrückt, kauen uns heute Facebook, Google+ oder Twitter alles so weit vor, dass wir kollektiv zu unmündigen Anwendern degradiert werden und eigentlich nur noch den Input liefern müssen.

Selbst wenn man sich selbst nicht zu den unmündigen Anwendern zählt, kann man sich der Konsequenzen letztlich nicht entziehen, weil man, um mitspielen zu können, dort präsent sein muss, wo die Masse ist (und die ist nicht verstreut in der Blogosphäre, sondern zentriert auf Facebook).

Das spielt aus meiner Sicht eine große Rolle. Zwar könnte man sagen: Es kommt auf die Inhalte an, ist doch egal ob ich meine Gedanken bei Facebook mit meinen Kontakten teile oder im eigenen Blog, aber aus meiner Sicht ist das überhaupt nicht egal.

Internetplattformen sind den Inhalten gegenüber nicht neutral.

Das ist eine wesentliche Erkenntnis, die meines Erachtens völlig verkannt wird. Um einen Aspekt hervorzuheben (der auch im Spreeblick-Blogpost genannt wird): Früher oder später wird einer der vielen URL-Shortener Dienste wie tiny.url, bit.ly oder wie sie alle heißen seinen Dienst einstellen. Daran habe ich keinen Zweifel. Mit dem Untergang eines dieser Dienste werden große Mengen an Tweets ihren Inhalt verlieren.

Wir wissen also bereits, dass wir hier eine Art Bibliothek von Alexandria haben, die früher oder später abbrennen wird, aber obwohl möglich, unternehmen wir nichts dagegen, stapeln weiter mit Kerosin getränktes Papier und hoffen, dass schon alles gut gehen wird.

Dass das Internet nichts vergessen würde ist eine Illusion, die manche Menschen glauben, die nicht verstehen, warum sie ältere Sachen von sich selbst in Suchmaschinen finden.

Facebook und co. erfüllen einfach einen anderen Zweck. Viele Leute haben früher auf ihren Blogs exakt das gemacht, was Facebook leistet. Die Leute brauchen jetzt natürlich kein Blog mehr, weil Facebook für manche Sachen halt einfacher ist.
(von Julian Fietkau als Kommentar im SocioEconomics Blog)

Jepp, es ist einfacher. Meine Meinung mit meinen Facebook-Freunden zu teilen ist sehr viel einfacher, weil ich dann wesentlich flapsiger, umgangssprachlich und weniger differenziert schreiben kann, als wenn ich in einem weltöffentlichen Blogbeitrag meine Gedanken ausdrücken möchte. Außerdem hat sich auch ein gewisser Konsenz herausgebildet, sich auf Facebook über seine Bekannten auf dem laufenden zu halten, anstatt deren RSS-Feeds zu abonnieren.

Nunja…

Es lässt sich jedoch jede Menge tun, um dies zu verhindern. Wir können – und das geht zu allererst an mich selbst – wieder mehr bloggen, auch wenn es sich nur um einen kleinen Link handelt, den man postet. Wir können – und das geht zu allererst an mich selbst – wieder mehr Blogs verlinken und wieder mehr auf Blogs kommentieren statt auf Facebook oder Twitter.

Ein schöner Vorsatz für das neue Jahr, dem ich mich selbst anschließen möchte.

Wer übrigens mehr darüber erfahren möchte, wie innerhalb der Blogosphäre Meinungen und Ideen (technisch) ausgetauscht werden können der sollte sich dringend dieses Video von Julian Fietkau über “Interaktionsformen in der Blogosphäre” ansehen:

Update 16.00 Uhr: Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen, der in der pessimistischen Sichtweise des Spreeblick-Artikel ein Generationenproblem erkennt, herrlich zu lesen :)

Postproduktion von Videos

Leider habe ich noch keine langjährige Erfahrung mit der Postproduktion von Videos, daher weiß ich nicht, wie sich die Situation in diesem Bereich früher dargestellt hat. Aktuell scheint es so zu sein, dass einfache Postproduktion von Videos (herausschneiden von Teilen, hinzufügen einfacher “Titel”, hinzufügen von Musik und dergleichen) sehr sehr einfach und fast auf allen Endgeräten machbar ist (auch Smartphones).

Etwas aufwändiger (obgleich nicht wesentlich!) werden dann Extras: Beschleunigen einzelner Teile im Video, Bild in Bild, Greenscreen-Aufnahmen ausschneiden und auf andere Videos legen, etc.

Einige meiner neu erworbenen Kenntnisse in diesem Bereich konnte ich in einem kleinen (Spaß-)Projekt unterbringen.

Gearbeitet habe ich dabei mit Adobe Premiere Pro CS 4, sowie Photoshop (für den Anfangstitel). Folgendes Video enthält einen beschleunigten Teil, einen Überblendungseffekt am Anfang, Einbeziehung von Musik, Anfangstitel sowie einen Titel für Künstler + Songtitel im Musikteil.

Mit Greenscreen Aufnahmen habe ich bereits erfolgreich experimentiert, Ergebnisse dazu folgen bald.

Videos im Internet…

Natürlich gibt es überall im Internet laufend Veränderungen und technische Verbesserungen, aber was auf Youtube passiert, fasziniert mich zur Zeit am meisten. Die Software (also die Youtube Plattform) wird ständig erweitert und verbessert und auch die gesellschaftliche Bedeutung von Youtube-Videos scheint immens zuzunehmen (jedenfalls ist das mein Eindruck).

Was ich vorher in dieser Form noch nicht kannte und was eine Veränderung von Videobearbeitung generell in Aussicht stellt, ist die bereits vorhandene Möglichkeit, CreativeCommons Videos direkt über die Youtube Plattform zu editieren:

Remix eines Youtube Videos erstellen

Remix eines Youtube Videos erstellen

Danach kann man dann unter anderem Übergangseffekte hinzufügen, die Musik ändern, andere Videos dazuschneiden, das Video drehen, die Qualität verbessern, usw. usw. usw. und das scheint erst der Anfang zu sein.

So sieht das momentan exemplarisch aus:

Editieren eines Youtube Videos

Editieren eines Youtube Videos

Man darf gespannt sein, wie es weiter geht! Wer selbst einmal ein Video auf der Youtube-Plattform bearbeiten möchte, darf sich gerne an einem meiner Videos austoben, die ich alle unter CreativeCommons Lizenz hochgeladen habe. Mein aktuellstes Video auf Youtube stammt aus einem universitären Projekt im Rahmen des Kurses “Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten”:

Entwurf für ein Logo

Aus verschiedenen Gründen sah ich Anlass, ein media studeo Logo zu kreieren. Einerseits möchte ich bei Videoproduktionen kenntlich machen, wer diese Videos eigentlich produziert hat (angelehnt an 21. Century Fox, Metro Goldwyn Mayer, Columbia, etc.), also ein Logo als Basis für ein Opening in Videos. Andererseits für dieses Blog hier und drittens um den Namen, bzw. die Besonderheit, dass es studeo und nicht studio heißt hervorzuheben…

Wieso eigentlich media studeo?

Die Idee ist in Berlin entstanden. Es soll lateinisch für (in etwa) “ich bemühe mich um die Medien” sein. Es erfordert also ein wenig Vorbildung (Latein) und ein Auge für Details (der Unterschied zwischen Studio und studeo ist nunmal nicht soo groß). Inhaltlich möchte ich damit auch zum Ausdruck bringen, dass ich mich nicht als Medienprofi bezeichnen würde, sondern als jemand, der an allen möglichen Internetmedien interessiert ist und versucht sich mit diesen auseinanderzusetzen und sich fundiertere Kenntnisse anzueignen.

Hier also das Logo:

Das Logo von media studeo

media studeo

AudioPodcast #1 – Einführung ins Bloggen

Dieses Blog beginnt direkt mit einem (Audio-) Podcast über das Bloggen.

In diesem Podcast habe ich mich mit Simon Nüsseler über fremd- und selbstgehostete Bloglösungen unterhalten, kurz angesprochen was Bloggen überhaupt ist und auch einen möglichen persönlichen Nutzen dargestellt.

Es handelt sich dabei um meinen ersten selbstproduzierten Podcast, dieser ist tatsächlich “from scratch” entstanden, von der Titelmelodie, über den Inhalt, bis zur Postproduktion habe ich alles zum ersten mal gemacht, dementsprechend ist die Qualität auch noch nicht so berauschend. Erste Ideen, wie man die technischen Voraussetzungen verbessern könnte habe ich bereits.

Das Gespräch haben Simon und ich über Skype geführt, aufgenommen wurde es mit der Software “SkypeCallRecorder”. Für die Postproduktion verwendete ich den MAGIX Music Maker MX und die Jingle am Anfang entstand (bereits vor Jahren) mit dem Tool Garageband für MacOS.

Als nächste Anschaffung zur Erstellung höherwertiger AudioPodcasts steht ein aufzeichnendes Mischpult auf meinem Wunschzettel. Wer Ideen und Anregungen für mich hat, wie ich mit wenig (finanziellem) Aufwand höherwertige Ergebnisse erzielen kann, darf gerne kommentieren, oder mich kontaktieren.

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